Warum können mobile Roboter in einem kleineren Unternehmen sinnvoll sein?

In einem kleineren Betrieb übernehmen dieselben Mitarbeitenden möglicherweise Produktion, Nachschub und gelegentliche Transporte. Ein wiederkehrender Materialtransport kann die Arbeit mehrerer Personen unterbrechen, auch wenn niemand ausschließlich für Transporte beschäftigt ist.

Der Nutzen der Automatisierung kann daher in weniger Unterbrechungen liegen, statt einen vollständigen Arbeitsplatz zu ersetzen. Wer eine Maschine bedient, kann am Arbeitsplatz bleiben. Ein Verpackungsteam kann weiter verpacken, während vorbereitete Lasten den Bereich verlassen. Mitarbeitende im Materialtransport können sich auf Aufgaben konzentrieren, die weiterhin Urteilsvermögen oder manuelle Handhabung erfordern.

Bewerten Sie diese Vorteile getrennt. Freigesetzte Arbeitszeit, vermiedene Überstunden, gleichmäßigerer Nachschub und zusätzlicher Durchsatz hängen zusammen, sind aber nicht austauschbar. Die Investitionsrechnung sollte nachvollziehbar zeigen, welchen konkreten Nutzen der geplante Ablauf bringt.

Welche Prozesse eignen sich für den Einstieg?

Wählen Sie eine Aufgabe, deren Anfang und Ende einfach zu beschreiben sind. Erfassen Sie Last, Abholort, Ziel, Häufigkeit und die bisherige Art der Be- und Entladung.

Erste Anwendung Was automatisiert wird Was gemessen wird
Produktionsversorgung Vorbereitetes Material an einen Arbeitsplatz liefern Wegezeit der Mitarbeitenden und Wartezeit auf Material
Leergutrückführung Leergut einsammeln und in einen Bereitstellungsbereich zurückbringen Abholaufwand und Verfügbarkeit von Ladungsträgern
Transport von der Verpackung zum Versand Versandfertige Waren zwischen festgelegten Stationen transportieren Unterbrechungen beim Verpacken und Wartezeit auf Abholung
Transport zwischen Produktionsschritten Zwischenprodukte nach Freigabe bewegen Übergabezeit und manuelle Eingriffe
Bedarfsgesteuerte Lieferung kleiner Lasten Auf eine lokale Materialanforderung reagieren Zeit von Anforderung bis Lieferung und verbleibender Personalaufwand

Der erste Prozess muss technisch nicht einfach sein. Er sollte so klar definiert sein, dass das Team beurteilen kann, ob er funktioniert. Eine Sonderlast kann geeignet sein, wenn ihre Handhabungsanforderungen bekannt sind. Ein gewöhnlicher Wagen kann dennoch Entwicklungsarbeit erfordern, wenn er automatisch aufgenommen werden soll.

Klären Sie vor der Fahrzeugauswahl, wie die Last vorbereitet und übergeben wird. Ein Transportroboter mit manueller Beladung kann dennoch wertvolle Wegezeit einsparen. Ein unbeaufsichtigter Ablauf benötigt zusätzlich kompatible Aufnahme- und Übergabetechnik.

Brauchen KMU ein WMS, ein ERP-Projekt oder eine Robotikabteilung?

Ein Lagerverwaltungssystem (WMS) verwaltet Lageraufgaben und Bestände. Ein Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) verwaltet übergreifende Geschäftsinformationen. Für einen einzelnen, vor Ort ausgelösten Roboterauftrag ist jedoch nicht immer eine Anbindung an eines dieser Systeme nötig.

SyncroBot unterstützt Transportanforderungen über seine Oberfläche, Taster, Barcodescans und geeignete Sensoranbindungen. So kann ein definierter Transportprozess ohne vollständige WMS- oder ERP-Anbindung starten.

Eine Person könnte beispielsweise nach dem Vorbereiten eines Wagens die Abholung anfordern. Der Roboter bringt ihn zu einer vereinbarten Station, während Bestandsbestätigungen weiterhin nach dem bisherigen Verfahren erfolgen. Eine spätere Integration kann diese Bestätigung automatisieren oder Anforderungen aus dem Unternehmenssystem erzeugen.

Der Standort muss die Robotersoftware auch nicht selbst entwickeln. Anbieter und Integrator sollten eine verständliche Bedienoberfläche und klare Supportregelungen bereitstellen. Benennen Sie vor Ort eine Person, die den Prozess verantwortet, den regulären Ablauf kennt, Störungen einordnen kann und weiß, wann sie Unterstützung hinzuziehen muss.

Der Integrationsleitfaden erklärt, wie weitere Systeme angebunden werden können, ohne aus jedem neuen Fahrzeug ein eigenes Softwareprojekt zu machen.

Wie viel Arbeitszeit kann ein Roboter freisetzen?

Erfassen Sie zunächst den heutigen Zeitaufwand, bevor Sie mögliche Einsparungen berechnen. Berücksichtigen Sie Vorbereitung, Gehen oder Fahren, Be- und Entladung sowie gegebenenfalls die Rückfahrt. Bestimmen Sie anschließend, welche Schritte nach der Automatisierung verbleiben.

Als Beispiel dient ein Zweischichtbetrieb mit 240 Transporten pro Tag, vier Minuten Personalaufwand pro Transport und 250 Betriebstagen im Jahr. Daraus ergibt sich die folgende Rechnung.

Heutiger Personalaufwand = 240 × 4 ÷ 60 × 250 = 4.000 Stunden pro Jahr.

Wenn der vorgeschlagene Prozess nach Berücksichtigung der verbleibenden manuellen Arbeit 60 % dieses Aufwands einspart, setzt er 2.400 Personalstunden pro Jahr frei. Auf den gesamten Betrieb bezogen sind das durchschnittlich 9,6 Stunden je Betriebstag. Dabei wird nicht angenommen, dass eine Person beide Schichten arbeitet.

Dies ist eine Veranschaulichung des Arbeitsvolumens und keine Aussage, dass ein einzelner Roboter diese Transporte bewältigt. Die Roboteranzahl hängt von der vollständigen Zykluszeit, der Beladung, dem Laden der Batterie und dem Spitzenbedarf ab. Der Leitfaden zur Lagerintegration erklärt, wie diese Faktoren die Kapazität beeinflussen.

Bewerten Sie die freigesetzten Stunden mit den gesamten Arbeitgeberkosten des Standorts, einschließlich Lohn, Arbeitgeberbeiträgen und Zusatzleistungen. Berücksichtigen Sie gegebenenfalls bezahlte Abwesenheiten, wenn jährliche Personalkosten in Kosten pro produktiver Stunde umgerechnet werden. Achten Sie darauf, dass sich Kostensatz und erfasste Arbeitsstunden auf dieselbe Berechnungsgrundlage beziehen.

Entscheiden Sie außerdem, wie die freigesetzte Zeit genutzt wird. Die Vermeidung von Überstunden oder einer zusätzlichen Einstellung hat einen anderen finanziellen Effekt als ein besserer Service bei unveränderter Lohnsumme. Beides kann wertvoll sein, aber die Berechnung sollte den erwarteten Nutzen benennen. Berücksichtigen Sie bei zusätzlichem Durchsatz den zusätzlichen Deckungsbeitrag nach Abzug der zugehörigen Kosten, nicht den gesamten Mehrumsatz.

Mit welcher Amortisationszeit ist zu rechnen?

Eine kleine, klar definierte Roboteranwendung kann sich in etwa zwölf Monaten amortisieren. Das ist eine anwendungsabhängige Möglichkeit, keine Garantie für jedes Lager.

Bewerten Sie größere Automatisierungsprojekte anhand eines Amortisationsziels von bis zu drei Jahren. Ob dieses Ziel realistisch ist, hängt vom Arbeitsvolumen, dem Integrationsgrad und dem tatsächlich erzielten finanziellen Nutzen ab. Drei Jahre sind keine Obergrenze für jede Installation; bei umfangreicheren Projekten kann die Amortisation länger dauern.

Fallen über mehrere Schichten regelmäßig Transporte an, kann der Roboter mehr manuelle Arbeit übernehmen. Zuverlässige Übergaben und kurze Wartezeiten verbessern die Auslastung. Berücksichtigen Sie die vollständige Einführung, laufende Software- und Wartungskosten, verbleibende manuelle Arbeit und die Zeit bis zum regulären Betrieb. Rechnen Sie Arbeitszeit nur dort als finanzielle Einsparung an, wo das Unternehmen diesen Nutzen tatsächlich realisieren kann.

SyncroBot bietet über seine Partner Kauf-, Leasing- und Mietverträge an. Leasing und Miete können Unternehmen den Einstieg ohne hohe anfängliche Geräteinvestition ermöglichen, indem Zahlungen über den Betriebszeitraum verteilt werden. Prüfen Sie, ob Integration, Inbetriebnahme und zusätzliche Hardware enthalten sind oder separat berechnet werden.

Ein geleaster oder gemieteter Roboter kann ab dem ersten Betriebstag einen positiven Cashflow erzielen, wenn die tatsächlich erreichten Einsparungen die Leasing- oder Mietzahlungen und alle weiteren zusätzlichen Betriebskosten übersteigen. Das unterscheidet sich von der Amortisation einer Kaufinvestition. Anfängliche Einrichtungskosten müssen weiterhin erwirtschaftet werden, und die Anlaufphase kann Einsparungen verzögern.

Kontaktieren Sie SyncroBot für eine projektspezifische Kostenschätzung und einen Vergleich von Kauf, Leasing und Miete.

Nutzen Sie den Amortisationsrechner.

Was sollten Mitarbeitende ab dem ersten Tag bedienen können?

Die Bedienoberfläche sollte den normalen Arbeitsablauf klar darstellen. Mitarbeitende müssen einen Auftrag erstellen oder freigeben, die aktuell vom Roboter transportierte Last erkennen und sehen können, ob die Lieferung abgeschlossen ist.

Sie benötigen außerdem hilfreiche Informationen, wenn der Ablauf ins Stocken gerät. Eine Meldung sollte Auftrag, betroffenen Ort und erforderliche Maßnahme benennen. Ein nicht verfügbares Ziel verlangt eine andere Reaktion als eine Roboterstörung oder eine fehlende Last.

Lassen Sie die künftigen Bedienpersonen vor der Übergabe zeigen, dass sie Aufträge auslösen und den Betrieb nach typischen Störungen wieder aufnehmen können. Benennen Sie einen technischen Supportkontakt und legen Sie fest, wer Ausrüstungs-, Software- und Prozessprobleme bearbeitet.

Das ist besonders in KMU hilfreich, in denen eine Schichtleitung die erste Anlaufstelle für mehrere Problemarten sein kann. Ein klarer Betriebsablauf verringert die Abhängigkeit von der Person, die bei der ursprünglichen Installation dabei war.

Wie lässt sich der Erfolg des ersten Robotereinsatzes messen?

Vereinbaren Sie vor dem Start des Roboters eine kleine Auswahl an Kennzahlen. Vergleichen Sie abgeschlossene Transporte, weiterhin benötigte Arbeitszeit, Lieferverzögerungen und manuelle Eingriffe mit dem bisherigen Prozess.

Erfassen Sie Transporte mit manuellen Eingriffen getrennt von vollständig selbstständig ausgeführten Transporten. Ein Roboter kann jede geplante Lieferung abschließen und trotzdem häufig Hilfe benötigen. Diese Hilfe gehört in die Bewertung.

Frage Woran sich der Erfolg erkennen lässt
Bewältigt der Roboter die tatsächliche Aufgabe? Der Roboter transportiert typische Lasten auf den vorgesehenen Wegen unter normalen Betriebsbedingungen
Verringert er den Arbeitsaufwand spürbar? Der Personalaufwand sinkt auch unter Einbeziehung von Beladung, Überwachung und Störungsbehebung
Kann er den Spitzenbedarf decken? Warteschlangen und Lieferzeiten bleiben in arbeitsreichen Phasen akzeptabel
Kann das Team ihn bedienen? Die Mitarbeitenden können in jeder Schicht Aufträge auslösen und die vereinbarten Abläufe ausführen
Ist der nächste Schritt gerechtfertigt? Das gemessene Arbeitsvolumen zeigt, wo ein weiterer Prozess oder Roboter Nutzen bringt

Wählen Sie einen Messzeitraum, der den Betrieb abbildet. Ein stabiler Tagesprozess und ein im Wochenverlauf wechselnder Produktionsplan benötigen unterschiedliche Beobachtungszeiträume. Ziel ist eine belastbare Datengrundlage für die Entscheidung über den weiteren Ausbau.

Kaufen, leasen oder mieten über SyncroBot

SyncroBot bietet über seine Partner Kauf-, Leasing- und Mietverträge an. KMU können ihre Anwendung besprechen und eine Vertragsform wählen, die zur erwarteten Nutzungsdauer und Investitionsplanung passt.

Beim Kauf fällt die Geräteinvestition zu Beginn an. Leasing verteilt Zahlungen über eine vereinbarte Laufzeit. Miete stellt Ausrüstung für einen vereinbarten Mietzeitraum bereit; Verfügbarkeit und Service richten sich nach dem Partnerangebot.

Vergleichen Sie Angebote auf Grundlage desselben Leistungsumfangs. Prüfen Sie, ob Roboter, Integration, Inbetriebnahme, Ladegeräte, Software, Wartung und Support enthalten sind. Eine monatliche Geräterate ist nicht unmittelbar mit einer vollständig installierten Anlage vergleichbar, solange die übrigen Positionen nicht berücksichtigt werden.

Bewerten Sie bei Leasing oder Miete den laufenden finanziellen Überschuss nach wiederkehrenden Zahlungen sowie Einrichtungsgebühren und Vertragsbedingungen. Eine Amortisationsrechnung für den Kauf lässt sich nicht unverändert auf Leasing oder Miete übertragen.

Kontaktieren Sie SyncroBot für eine Kostenschätzung und die für die geplante Anwendung verfügbaren Kauf-, Leasing- oder Mietoptionen.

Wo beginnen?

Starten Sie mit SyncroBot, einem Roboter und einem Prozess. Erweitern Sie den Einsatz anschließend Schritt für Schritt. Ein sinnvoller erster Schritt ist ein wiederkehrender Materialtransport mit bekannten Lasten und messbarem Personalaufwand.

Definieren Sie, wo die Last vorbereitet wird, wo sie ankommen soll und wie der Auftrag angefordert wird. Nutzen Sie den ersten Einsatz, um die Betriebsabläufe und den Support zu organisieren und erste Leistungsdaten zu erfassen.

Ergänzen Sie bei wachsendem Bedarf Routen, Stationen und kompatible Roboter mit demselben Flottenmanagement. Gemeinsame Auftragsdefinitionen und Standortinformationen erleichtern die Erweiterung. Jede neue Anforderung an die Lasthandhabung wird vor der Freigabe geprüft. Es ist nicht nötig, sich zu Beginn auf die Automatisierung des gesamten Standorts festzulegen.